Tsimba Children Home meets adidas – eine besondere Kooperation für die Kinder
 

Anfang November 2008 machen sich fünf junge Mitarbeiter im Auftrag des Adi-Dassler-Funds der Firma adidas auf die lange Reise nach Tsimba, um gemeinsam mit der Vereinsvorsitzenden Christine voller Motivation einen Plan umzusetzen.

Der Plan beinhaltet ein großes Projekt voller Verbesserungen und Veränderungen für die Lebenssituation der Kinder des TCH und einiger Dorfbewohner in der direkten Umgebung.
Innerhalb von knapp drei Wochen sollte ein Multifunktionsfeld mit der Möglichkeit Fußball, Basketball und Volleyball zu spielen, ein Abenteuerspielplatz in Form eines Spielschiffes, die Veranstaltung eines großen Sportfestes für Nachbarschulen und Dorfmitbewohner, „Train The Trainer“- die Ausbildung eines Fußballtrainers für eine Jugendmannschaft, die Gestaltung eines Gemüsegartens auf dem TCH Gelände um die Selbstversorgung zu einem Teil zu ermöglichen, einen Aufenthalt in der Schule, die die TCH-Kinder besuchen ,die Renovierung eines der TCH- Gebäudes, Verschönerungen in Form von Malereien im Aufenthaltsraum, Flöten- und Sportunterricht mit den Kindern, Erstellung von einem Kalender und Postkarten, die in Deutschland für den guten Zweck verkauft werden und gemeinsame Ausflüge, umgesetzt werden.
Wow, was für ein Plan! Wie kann man gemeinsam diese Ziele in nur knapp drei Wochen realisieren?

Was bedeutet so eine Kooperation?
Ein Projekt mit diesem Umfang bedeutet vor allem eine intensive Koordinierung der Arbeits- und Aufgabenaufteilung und enge Zusammenarbeit beider Kooperationspartner. Die Vorbereitungs-, Durchführungs- und Nachbereitungsphase müssen mit offener Kommunikation und starkem Engagement im gesamten Team durchgeführt werden.
In allen drei Phasen konnte das Tsimba Projektteam von den Erfahrungswerten von Christine profitieren, die sie durch zahlreiche Aufenthalte und jahrelange Arbeitserfahrung an der Südküste von Mombasa gesammelt hat.
In der Vorbereitungsphase kamen für die Teilnehmner des Projekts eine Vielzahl von Fragen auf, wie z.B. wie können wir uns vor tropischen Krankheiten schützen und welche Prophylaxe-Maßnahen sollten wir durchführen? Wie sollte man sich in der fremden Kultur verhalten?Wo bekommen wir ein Visum? Und viele mehr..
Paralell zur Beantwortung dieser Fragen, konnte Christine ihr gutes Netzwerk von Kontaken nutzen, um die Neuankömmlinge vom Flughafen abholen zu lassen. Die Idee für den gesamten Aufenthalt ein Auto inkl. Fahrer bereitzustellen erwies sich nicht nur als sinnvoll sondern als absolut notwendig. Flexible und spontane Mobilität waren die Grundlage um kurzfristige Entscheidungen zu treffen und zielführende Aktionen durchzuführen.
Auch mit der Unterkunft war alles bestens organisiert, so dass eine optimale Vorraussetzung geschaffen war um direkt in die Durchführungsphase überzugehen und mit der Umsetzung des o.g. Planes zu starten.
Der von Christine vermittelte Fahrer Mr. David erwies sich als große Hilfeleistung. Er war nicht nur ortskundig und konnte als Vermittler und Übersetzer Hilfe leisten, sondern er konnte auch weitere wichtige Kontakte herstellen, die uns entscheidende Schritte bei der Umsetzung unseres Projektes ermöglichten.
So entwickelte sich binnen kürzester Zeit das TCH zu einer Baustelle auf der ein die Teilprojekte des o.g. Planes umgesetzt wurden. Glücklicherweise waren sowohl der Schreiner Mr. Martin (langjähriger Kooperationspartner vom TCH), der Schlosser Mr. Johannes als auch der Bauleiter des Multifunktionsfeldes Mr. Mohammed (Kontakt von Matano) absolute Fachmänner auf ihrem Gebiet. Sie arbeiteten kompetent und so zuverlässig, dass mit dem Ergebnis alle Beteiligten sehr zufrieden sind.Ganz nach dem Motto: “Don't just say it, do it “ hat die Zusammenarbeit des Vereins zur Selbsthilfe Kenia e. V. und dem Adi-Dassler-Funds in besonderer Art und Weise funktioniert. Auf Grund der erfolgreichen Zusammenarbeit, wird der Adi-Dassler-Fund auch im Jahr 2009 den Verein finanziell unterstützen.Der Adi-Dassler-Fund plant mit der Schule, die die TCH-Kinder besuchen, ebenfalls zu kooperieren und auch vor Ort Aktivitäten zu entwickeln. Die entscheidenden Schritte für einen Ausbau des Schulsportplatzes und das Projekt „Train-the-Trainer“ sind bereits während des Aufenthaltes des Projektteams gemacht worden.Wir hoffen alle auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit, die im Sinne der afrikanischen Kinder und Kultur erfolgreich und nachhaltig verfolgt wird.

Mathias G.