Die Kinder im Tsimba Childrens Home

 

   

Wangare, Njerie, Muriuki, Christine, Omari, Fatuma, Rehema, Elizabeth, Gladys, Kelvin, Athumani, Saidi, Margarete, Mwachuo, Fatuma II, Asha, Mwangao, Saumu und Betty - das sind die Kinder, die hier im Tsimba Childrens Home leben. Jedes von ihnen hat schon Dinge erlebt, die wir niemandem wünschen.

Uns ist es zwischenzeitlich gelungen, alle Kinder in einer Privatschule unterzubringen und zwar alle hier: http://mwangazaschool.org/

Wangare:
Wangare lebte von August 2005 bis Anfang Februar 2008 im TCH.
Sie war das erste unserer Kinder das den Sprung auf eine weiterführendeSchule geschafft hat und ging zunächst in die WAA-Boarding-School. Inzwischen besucht sie die Kwale Girl High School. Wir hoffen, dass sie diese Schule erfolgreich abschließen kann, um ihr großes Ziel Ärztin zu werden, realisieren zu können.
Ihre Ferien verbringt sie selbstverständlich im TCH wo auch ihre jüngere Schwester Njerie lebt. Wangare hat außer Njerie noch drei weitere Geschwister. Die Mutter lebt untergetaucht, mit zwei jüngeren Geschwistern, vor dem gewalttätigen Vater. Eine ältere Schwester hält sich ebenfalls vor dem Vater versteckt.

 
   

Njerie:
Njerie lebt seit August 2005 im TCH. Sie ist eine außerordentlich fleißige und gute Schülerin. Jeder beschreibt sie als sehr hilfsbereit und höflich. Ihre besonders schöne Handschrift wird von allen gelobt.
Das Einzige was sie absolut nicht mag ist Sport.

 
   

Muriuki:
Muriuki, oder besser "Mr. Charming" lebt seit Mai 2005 im TCH.
Obwohl er Vollwaise ist, beide Eltern sind an HIV verstorben, ist er ein fröhlicher Junge.
Er ist sehr kindlich, anhänglich und spielt gerne den Pausenclown.

   

Christine:
Christine hat keine Geschwister und lebte, nach dem Tod der Mutter, mit dem Vater in einer Höhle. Sie wurde von ihm sexuell missbraucht und gequält. Der Vater wurde 2005 des Kindesmissbrauchs für schuldig befunden und ist seither inhaftiert.
Christine wurde schwer traumatisiert im September 2006 im TCH aufgenommen.
Sie braucht viel Liebe und Geduld um das Erlebte verarbeiten zu können.

 

Fatuma:
Fatuma lebt seit Oktober 2006 zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Rehema im TCH.
Sie ist ein temperamentvolles und fröhliches Mädchen, das trotz seiner Behinderung (sie hat nur ein Auge) nun ein glückliches Leben führt. Fatuma ist eine begabte Schülerin.

 

Rehema:
Rehema ist ein stilles und zurückhaltendes Kind. Trotzdem ist sie sehr wissbegierig ("Was ist Elektrizität und woher kommt sie?") und lernbereit.
Wie ihre Geschwister, ist sie Vollwaise. Der Tod der Eltern hatte für die Kinder auch eine Mangelernährung zur Folge. Rehema leidet noch immer darunter. Sie wird nun medizinisch betreut.

 

Elizabeth:
Elizabeth ist ebenfalls Vollwaise (ihr Vater starb an einem Schlangenbiss, die Mutter bei der Geburt des 10. Kindes) und zog bis zu ihrer Aufnahme ins TCH im Oktober 2006 mit einer Verwandten bettelnd durch die Region. Sie ist fröhlich, singt, tanzt und lacht gerne und besitzt ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Wenn es etwas Neues auszuprobieren gilt ist sie immer eine der Ersten.

 

 

Gladys:
Gladys wurde im August 2006 im TCH aufgenommen. Die Eltern verstarben an HIV und mindestens einer ihrer beiden Brüder ist ebenfalls infiziert. Aus diesem Grund leben beide in anderen Heimen. Gladys war lange Zeit das Nesthäkchen des TCH. Inzwischen hat sie ihre Unterernährung, ihre ausgeprägte Scheu und die Sprachprobleme (sie sprach nur Brocken einer Stammessprache) überwunden und sich altersgerecht entwickelt.

 

 

Kelvin:
Kelvin, der im März 2007 im TCH aufgenommen wurde, ist einer von zwei Söhnen einer allein erziehenden Mutter, die nach Drogenabhängigkeit und HIV-Infektion verstarb. Die altersmäßige Nähe zu Gladys machte seinen "Einstand" im TCH wesentlich leichter, sodass er sich sehr schnell gesundheitlich erholen und sehr gut entwickeln konnte. Inzwischen besucht er, wie Gladys, den Kindergarten.

 

   

Athumani:
Athumani ist Vollwaise. Nach dem Tod der Eltern fühlte sich niemand für ihn zuständig. Er lebte bei verschiedenen Verwandten die ihn und seine Geschwister nicht versorgen konnten. Er musste sich selbst durchschlagen und gleichzeitig für seine Geschwister sorgen.
Seit seiner Aufnahme im TCH im März 2007 hat er nicht nur zugenommen sondern besucht auch eine Schule und ist ein geschätztes Mitglied der "TCH- Familie".

   

Saidi:
Er hat keinen Vater mehr und eine schwer kranke Mutter, die die zweite Frau seines Vaters war. Er hat zwei Brüder und vier Schwestern und einige Halbgeschwister.
Der Vater verstarb im Januar 2006. Er stammt aus dem Dorf Mwachome, etwa 3 Stunden Fußmarsch von Tsimba. Er ist nun in die erste Klasse eingeschult worden, für ihn die erste Schulerfahrung.

 

 

Saumu:
Saumu ist Saidies Schwester und erst seit März bei uns. Sie ist fünf Jahre alt.

 

Margarete:
Sie ist 4 Jahre jung, besucht den Kindergarten und kommt aus Kikoneni. Ihr Vater starb an einem Schlangenbiss, die Mutter ist auch tot. Die Familie wird von einer Stiefmutter versorgt, insgesamt sind es zehn Kinder. Sie ist die Schwester von Elisa.

 
Mwachuo:
Mwachuo ist 10 Jahre alt, und besucht die Klasse 1. Er stammt aus Vuga, seine Eltern starben 2004 und 2005, er hat sieben Geschwister, alle leben zusammen mit der Großmutter.
   
Fatuma:
Fatuma verlor beide Eltern und lebte mit der Tante, die aber bereits sechs eigene Kinder zu versorgen hat und mehr als überfordert ist mit dem heranwachsenden Mädchen. Fatuma hat die 2. Klasse der WAA Primary besucht.
   

Asha:
Sie ist die Schwester von Mwangao und kam zu uns als ihre geistig verwirrte Mutter, Vater verstorben, im Krankenhaus Kwale lag und diese sich weigerte, die Kinder nach Hause zu schicken. So schickte das Jugendamt die beiden zu uns und nun kommt die Mama manchmal nach Tsimba was den Kindern überhaupt nicht zu gefallen scheint. Asha ist etwas langsam, langsamer als ihr kleiner Bruder, aber sie versucht sich zu intergrieren und ist glücklich in unserer Familie sein zu dürfen.

   

Betty:
Betty ist 5,5 Jahre alt und lebte mit dem Vater und zwei älteren Brüdern zusammen nachdem die Mutter verstorben war. Der Vater ist geistig verwirrt und hat Angst, dass seine größeren Jungs sich an dem
Mädchen vergreifen könnten, deshalb bat er das Jugendamt um Hilfe und so kam Betty im Juli 2009 zu uns.