Ein "neuer" Blick
 

Als (neues) Mitglied des Vereins hatte ich die wunderbare Gelegenheit eines der Projekte vor Ort zu besuchen: das Tsimba Children's Home in der Nähe von Mombasa – ein Heim für Waisenkinder. Als mich die fröhlichen Kinder mit großen Augen lachend willkommen hießen konnte ich kaum glauben, dass dies die gleichen Kinder sind, von denen ich wusste, dass sie eine wirklich schwere Vergangenheit hinter sich haben. Sie fühlten sich sichtlich wohl und befreit in dem Heim, das ein Zuhause geworden ist. Ich merkte schnell, dass diesen Kindern hier die Türen geöffnet würden, damit sie trotz der Armut im Lande und trotz ihrer schwierigen Lage ohne Eltern, Möglichkeiten an die Hand bekommen würden, um später sicher auf eigenen Füßen zu stehen. Einige der Kinder im Heim wissen zum Beispiel, dass ihre kleinen Geschwister noch immer mit ihrer Mutter im Gefängnis leben müssen. (Der Verein versucht derzeit bei den kenianischen Behörden einen Weg zu finden, dass auch sie aus der kinder-unfreundlichen Umgebung heraus kommen können und mit ihren Geschwistern in Tsimba leben können. Ein trauriger und langwieriger Kampf gegen Bürokratie und Korruption.)

Olaf mit zwei Kids vorm neu erbauten Hühnerstall

 

„Don’t just say it, do it“ – das Motto des Vereins wird vor Ort konsequent umgesetzt. Die vielen Projekte rund um das Waisenhaus zeigen deutlich, wie effektiv Hilfe zur Selbsthilfe sein kann. Auf dem Grundstück des Heims wurde z.B. damit begonnen, Gemüse anzubauen, so dass die Kinder von früh an lernen, wie sie sich selbst versorgen können.

 
 

Lange graben für Wasser

Der Hühnerstall

 

Der Brunnen, der zurzeit gegraben wird, soll den Waisenkindern den Zugang zu frischem Wasser ermöglichen. Wasser ist rar in dieser abgelegenen Gegend.

Große Hilfe bekam ich von allen Heimkindern aber auch von anderen Dorfbewohnern, als ich einen Hühnerstall für das Heim baute. Die Hühner werden von den Kindern täglich gefüttert und sollen später so viele Eier bringen, dass die nicht benötigten im Dorf verkauft werden können.

Bei der gemeinsamen Arbeit habe ich den aufopfernden Einsatz der Mitarbeiter vor Ort – besonders den der Vereins-Gründerin Christine und des aktiven Mitglieds Diana - beobachten können. Sehr bewundernswert!

Schon nach drei Wochen sind mir die Kinder im Heim so ans Herz gewachsen, dass mir der Abschied sehr schwer fiel. Ich weiß jedoch, dass sie durch den Verein die Möglichkeit bekommen, eine glückliche Zukunft zu haben. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen.

Olaf (Düsseldorf)