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Bericht von Philipp Merwar
Nachdem ich im letzten Jahr für knapp 3 Monate
in Kenia war, bin ich nun wieder für zwei Wochen
auf Besuch gewesen. Ich habe Kenia sehr vermisst,
aber das habe ich erst so richtig gemerkt, als ich
von Matano am Flughafen abgeholt wurde. Ich war
wieder zu Hause, naja oder so ähnlich.
Als ich dann im Colliers ankam, habe ich voller
Freude einen Teil des Vereinsvorstandes gegrüsst.
Wie habe ich mich gefreut, die zwei wieder zu sehen.
Am Nachmittag habe ich erstmal Diani erkundigt,
eigentlich hat sich nicht viel verändert. Außer
das es einige neue Gebäude gibt, unter anderem
auch den neuen Supermarkt.
Obwohl ich es kaum erwarten konnte nach Tsimba zu
gehen, bin ich am Abend todmüde ins Bett gefallen.
Doch am zweiten Tag ging ich hoch zu den Kids. Es
waren bis auf Moppelchen alle sehr scheu. Doch zum
Glück hat sich dies sehr schnell gelegt und
die Mädchen und Jungs sind wieder an mir herumgesprungen
wie vor knapp einem Jahr. Als ich ankam, waren sie
gerade am Bohnen schälen. Die Bohnen sind aus
dem eigenen Garten. Das gab’s letztes Jahr
noch nicht. In der ersten Woche mussten die Größeren
und Interessierten gleich Handarbeit lernen. Ich
habe ein paar Freundschaftsarmbänder mit ihnen
erstellt.
Von der doch sympathischen Managerin wurde ich
dann zum Familientag eingeladen. Dort kommt die
ganze Verwandtschaft der Kids und bereits in der
Woche sah man Vorbereitungen der Kinder und der
Mitarbeiter. Neben viel Fussball haben die Kinder
viel drinnen gespielt und gemalt.
Der Familientag
Spannend erwartet ich diesen Tag, an dem ich die
Verwandtschaft der Kinder sehen konnte. Auch den
Großvater meines Patenkindes konnte ich kennenlernen.
Auch wichtige Persönlichkeiten aus Tsimba waren
mit bei der Party. Es wurde viel geredet und diskutiert.
Leider habe ich nicht immer alles mitbekommen, was
da besprochen wurde. Die Kinder hielten ihre Aufführungen,
neben Tanz und Gesang wurden auch Gedichte vorgetragen.
Es gab ein leckeres Essen und eine Soda für
jeden. Gegen Nachmittag hat dann Christine noch
ein paar Spiele mit den Kids gemacht wie z.B. Luftballontanz.
Diese Luftballons sind bei den Kindern besonders
beliebt und wenn einer kaputtgeht, gab es auch schon
mal eine Träne.
Ein für mich sehr interessanter Tag ging dem
Ende zu, und nun war auch schon die Hälfte
meines Aufenthaltes vorbei.
In der zweiten Woche war ich dann auf Besuchstour
bei einigen Bekannten vom letzten Jahr und zugleich
doch immer mal wieder kurz in Tsimba. In einer so
kurzen Zeit muss man ja auch jede Möglichkeit
wahrnehmen, mit den Kindern Spaß zu haben.
In dieser Woche habe ich Christine unterstützt
bei der Organisation eines Sporttages. Mit einfachen
Mitteln konnten wir Kinder und Angestellten zum
Lachen und Jubeln bringen.
Sonntags war dann mein letzter Tag und die Verabschiedung
viel mir wieder sehr schwer. Es hat sich bestätigt,
dass der Verein einiges bewirkt und neben Hühnernhaus
und Wasseranschluss auch ein Workshop gebaut wird.
Doch ohne viel Arbeit wäre dies nie möglich.
Ich will mich bei dem Verein bedanken und insbesondere
Speedy und Christine, die neben der vielen Arbeit,
die sie machen, mich auch noch völlig miteinbezogen
haben und seit letztem Jahr eine gute Freundschaft
entstanden ist.
Asanthe Sana und Kwaheri ya kuonana
Philipp
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