Beschneidung, HIV und Familienplanung - dies sind die Themen, mit denen sich die Community against Female Genital Mutilation (CAFGEM ) beschäftigt und es war uns eine große Freude, sie bei der doch so wichtigen Arbeit zu unterstützen.
Wir organisierten über die Firma Orlimed und deren Geschäftsführer Rolf Engelhardt einen gynäkologischen Untersuchungsstuhl (dieses Monstrum benötigte eine ganze Palette für sich) und verschifften diesen mit unserem Transport nach Mombasa.
Es dauerte vier Monate bis Speedy die fünf Paletten von Schenker International in Empfang nehmen konnte und es dauerte noch einige Wochen, bis der Mitarbeiter von CAFGEM diesen Stuhl abholte bei uns im TSIMBA CHILDREN HOME. Wir freuen uns, diese wichtige Arbeit unterstützt zu haben.
Hier der Brief von CAFGEM:
Liebe Christine Schneider,
es ist geschafft: nach einigen örtlichen Schwierigkeiten in Kenya - monatelange Probleme mit dem Zoll im Kilindini-Hafen, unbeschreibliche Straßenverhältnisse von Mombasa nach Samburu D.C. und ständig gestörtem Telefonnetz - konnte der Projektleiter von CAFGEM (Community against Female Genital Mutilation) den von Ihrer Organisation Don`t just say it, do it! Kenyahilfe e.V. gespendeten und transportierten Gynäkologie-Untersuchungsstuhl im Juni 2006 endlich von Kwale abholen. Im Paket war zur Überraschung der CAFGEM-MitarbeiterInnen auch noch eine Personenwaage, die zwar repariert werden musste, aber jetzt funktionsfähig ist. Stuhl und Waage werden mittlerweile in der kleinen Gesundheitsstation im Frauenzentrum von CAFGEM eingesetzt. Die Mitarbeiterinnen im Frauenzentrum und die Patientinnen hatten so einen GynStuhl zuvor noch nie gesehen und waren sehr erstaunt. Einige Frauen legten sich erstmal "probehalber" unter Kichern darauf. Im Juli/August bekam die med. Praxis als Gast fachfrauliche Verstärkung aus Österreich.
 Die Aufklärung gegen weibliche Genitalverstümmelung, HIV/AIDS-Prevention und Familienplanung wurde von CAFGEM in diesem Sommer sowohl bei der Behandlung der PatientInnen in dieser Praxis, wie auch bei Kampagnen in Schulen und in den umliegenden Dörfern, in den Monaten vor den großen Ferien besonders intensiv durchgeführt. Wir wissen ja, dass die Mädchen meist in den Ferien dieser schrecklichen Praktik unterworfen werden.
Im Namen aller MitarbeiterInnen von CAFGEM und unserem gemeinnützigen Verein TABU in Dortmund unser ganz herzlicher Dank für Ihre persönliche und die insgesamt geleistete Unterstützung von Don`t just say it, do it! Kenyahilfe e.V.
Ihre
Ulla Barreto
Koordinatorin
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