Das Projekt: Tsimba Children's Home  


Der Verein Don't just say it, do it! eröffnete 2004 ein eigenes Kinderheim im Bezirk Kwale, das Tsimba Children's Home. Dieses Kinderheim wurde bis einschließlich 2011 von unserem Verein organisatorisch und finanziell geführt und ist als eines von drei Kinderheimen an der Südküste bereits zwei Mal offiziell registriert. Es wurden zu unserer Zeit generell nur Kinder aufgenommen, die von staatlicher oder behördlicher Seite zu uns vermittelt wurden.

Das Heim wurde zunächst in die Obhut des Vereins Future for Kids e.V. gegeben, inzwischen liegt die Führung des Heimes in der Verantwortung des Vereins SupEdu, Infos auf www.supedu.org.


 

Ausfühliche Historie des Heimes:

Als Vuga Day Care Centre wurde 1999 eine Art Kinderbetreuungsstätte von Pater Omari und seiner Frau Margret aus dem Wunsch heraus gegründet, den Straßenkindern der "Gemeinde" die Möglichkeit zu geben, grundlegende Schulbildung zu erlangen und sie auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten. Zielgruppe waren nur solche Kinder, die nicht an öffentlichen oder privaten Schulen aufgenommen werden , da den Familien das nötige Geld zur Anschaffung der vorgeschriebenen Schuluniform und der benötigten Lernmittel fehlt. Begonnen wurde damals spontan mit der Aufnahme von vier Kindern, die aus der Nachbarschaft stammten.
Kirchliche oder anderweitige Unterstützung gibt und gab es nicht, die Kirche, zu der Pater Omari gehörte, begrüßte sein Engagement. Sie billigte das Betreiben der Schule auf dem der Kirche gehörenden Gelände und die Nutzung des Steinbaus, der den Pfarrsaal und die Wohnung der Pfarrersfamilie beinhaltete. Alles, was vor Ort in den letzten Jahren entstanden ist, entstand aus Eigeninitiative und durch Unterstützung freiwilliger Helfer.

Freude beim Auspacken vieler Kartons mit Spiel-
zeug, Kleidung und Lebensmitteln (die wurden natürlich vor Ort gekauft)

Spaß mit der Kamera - Selbstbildnis

Selten und unvorhersehbar gab es Zuwendungen, die das Überleben sicherten. So entstand beispielsweise eine Lehmhütte auf dem Gelände durch einen Nachbarn, der eines Tages mit Ästen bepackt aufkreuzte und mit Pater Omari zusammen die Hütte baute, damit bei Regen die Kinder nicht heimgeschickt werden müssen.
An fünf Tagen in der Woche wurden sie unterrichtet, um ihnen wenigstens die Chance zu ermöglichen, sich später im Leben zurecht zu finden und einen Job annehmen zu können.
An zwei Tagen in der Woche hatten die Kinder Gelegenheit, bei der Familie zu sein. Neben der Schule wurden den Kindern weitergehende Kenntnisse vermittelt. So entstand beispielsweise ein kleinerer Schulgarten, in dem Gemüse angebaut wurde. Des Weiteren wurden Alltagsgegenstände wie Körbchen, Kokospressen etc. aus Naturmaterialien (hauptsächlich getrocknete Palmblätter, Äste, Gras etc.) hergestellt.

   

Seit dem Regierungswechsel in Kenia veränderte sich in Vuga viel: Da Schule nun Pflicht war, befanden sich zuletzt nur noch Kinder in der Obhut der Kirche, deren Eltern im Gefängnis oder verstorben waren oder die ihre Kinder missbraucht oder verstoßen hatten. Aus dem Vuga Day Care Center wurde das Rescue Center Vuga. Auch die Leitung wechselte, Cherri, eine Amerikanerin, führte nun das Zepter. Schon lange geahnt, aber seit Dezember 2003 definitiv klar wurde im Lauf der Zeit, dass die dort verbliebenen Kinder das Gelände der Kirche verlassen sollten, möglichst zum 30. Juni 2004. Die Kinder sollten nun auf verschiedene Einrichtungen verteilt werden.

Da uns die Kinder ans Herz gewachsen waren, , suchten wir eine Lösung und starteten 2003 mit der Grundstücksbebauung in Tsimba. Die bereits auf dem Grundstück vorhandene Ruine wurde ausgebaut und es entstand ein einfaches Gebäude mit sechs Räumen und kleiner Küche.

Freude über einen Fußball

   
 

Schließlich, am 1. Dezember 2004, feierten wir Einweihung bzw. Eröffnung. "Unser" Tsimba Children's Home beherbergte zu Beginn nur die drei großen Kinder der Familie Eske, nämlich Nancy, Agnes und William.
Das Jugendamt brachte uns Kinder permanent, aber auch nur temporär bis man Verwandte gefunden hatte bzw. sich die Lage geklärt hatte.
Im Juli 2005 wurden die Fördergelder für Tsimba genehmigt, mit dem Neubau konnte also begonnen werden und am 21.01.2006 wurde das neue Haus, nun mit fünf Schlafzimmern für jeweils vier Kinder, vier Duschen, vier Innentoiletten und zwei Außentoiletten sowie einem Raum für die Hausmutter, Küche, Veranda und Aufenthalts- und Esszimmer übergeben.
Die Regierung in Kenia legte fest, dass alle Kinderheime registriert werden müssen, bereits registrierte Heime mussten sich trotzdem dieser Prozedur unterziehen. Es war ein langwieriger Weg, eine Vielzahl von Belegen, Urkunden, Berichten usw mussten vorgelegt werden und bis Ende Dezember 2006 haben auch wir es nicht geschafft. Aber der Termin wurde verlängert und so konnten wir im Mai 2007 unsere Registrationsurkunde als Kinderheim in Empfang nehmen. Darauf waren wir sehr stolz, denn bis dato waren nur drei Kinderheime an der Südküste Kenias tatsächlich registriert. 2011 gab es dann die 2. Registrierung, gültig bis 2014. 2009 trat der gesamte Vorstand von Don`t just say it, do it e.V. zurück, angekündigt war dies bereits 2007, in Folge war es nicht möglich, einen neuen stabilen langjährigen Vorstand zu etablieren, deshalb suchten wir eine Organisation, die die Verantwortung für das Tsimba Childrens Home übernehmen kann. Am 01.01.2012 übernahm der Verein Future for Kids e.V. diese Aufgabe, allerdings lief es nicht gut, so dass seit dem 01.01.2013 der Verein SupEdu diese Aufgabe übernommen hat.
Aktuelle Infos zum TCH findet Ihr auf den Seiten des Vereins SupEdu!