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| Jahresrückblick
2008 |
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Wir wissen nicht, ob es der Alltagsfrust, blindes Mitläufertum
oder die Wahlergebnisse im Dezember 2007 waren, die zu gewalttätigen
Ausschreitungen in Kenia führten, aber der turbulente
Beginn des Jahres brachte viele einheimische Opfer, noch
höhere Arbeitslosigkeit und steigende Preise, die auch
an uns nicht spurlos vorbeigingen. Während der Krawalle
bestand in unserem Kinderheim zu keiner Zeit Gefahr, aber
die immensen Kostensteigerungen bereiteten uns streckenweise
starkes Kopfzerbrechen. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten
können wir an dieser Stelle mit Fug und Recht behaupten,
dass das Jahr 2008 sowohl für unser Kinderheim als
auch für unseren Verein gut war.
Unsere Tsimba-Familie wuchs auf nunmehr 16 Kinder an, als
Saumu, Fatuma II, Mwachuo und Margret aufgenommen wurden.
Die Kinder lebten sich rasch ein und schlossen schnell Freundschaften.
Es war für uns besonders schön mit anzusehen,
wie diese Kinder, die allesamt über eine schreckliche
Vergangenheit verfügen, langsam ihr Lachen zurückbekamen
und Teil der Familie wurden. Nach vereinsinternen Diskussionen
entschieden wir uns im Frühjahr letzten Jahres, alle
Kinder auf Privatschulen zu schicken, um eine gute Schulausbildung
für alle zu gewährleisten. Die Kindergarten- und
Schulkinder gehen seither auf die Mwangaza Visionary School.
Omari besucht ein Internat in Kwale, und Wangare, die es
erfolgreich auf eine weiterführende Schule geschafft
hat, besucht die Kwale Girls High School. Da die Kleinen
immer größer werden und wir unsere Auflage vom
Jugendamt erfüllen mussten, zogen nun die vier großen
Jungs in den renovierten Schlafraum ins alte Haus, um die
räumliche Trennung zu den ebenfalls größer
und hübscher werdenden Mädchen zu gewährleisten.
Im Kinderheim hat sich 2008 ebenfalls viel getan. So wurde
die Werkstatt fast fertiggestellt, der Garten neu angelegt,
das alte Haus renoviert, alle Schlafzimmer neu gestrichen,
ein Computerraum eingerichtet und die Näherei ausgebaut.
Überall wurden neue Möbel von Martin gebaut.
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Abschlussfeier

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In der Küche
wurde ein neuer Herd installiert und die Wassertanks wurden
auf abenteuerliche Weise gereinigt. Unser Tischler Martin
fertigte zudem neue Schränke und Stühle an, sodass
es im Kinderheim noch wohnlicher wurde. Einen großen
Erfolg feierten wir im Mai, als wir endlich Wasser fanden.
Nach ewigem Hin und Her mit korrupten Geschäftsführern
der gescheiterten Bohrfirma gelang es uns sogar, mithilfe
der Polizei aus Ukunda, penetranter Nachfrage unsererseits
und Recherchen durch Redakteure der kenianischen Zeitung
„Daily Nation“, sage und schreibe 300.000 KSH
von der Firma „Technosales & Services (Mba) Ltd.“
zurückzubekommen. Ein Dankeschön war uns nach
diesem in Kenia sehr seltenen Erfolg natürlich sehr
wichtig:
Etwas anders als in Deutschland
- bei der Polizei in Ukunda & Unser
fleißiger Tischler Martin
Unsere einheimischen Mitarbeiter,
die im Großen und Ganzen außerordentlich gut
gearbeitet haben, wurden 2008 durch uns gefördert und
mit einer Gehaltserhöhung belohnt. So besuchte Managerin
Lynn diverse Seminare zu Jugendarbeit, Jugendgesetzen und
Sozialarbeit. Matano schloss seinen Erste-Hilfe-Kurs erfolgreich
ab und besuchte auf eigenen Wunsch eine Computerschule in
Kwale.
Stolz
zeigt Matano sein Zertifikat
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| Mariam
konnte drei Tage in einem anderen Kinderheim hospitieren
und sich zum Thema nährstoffreiche Ernährung weiterbilden.
Sogar die Ärzte aus dem Krankenhaus Kwale, die unsere
Kinder regelmäßig im Heim besuchen und untersuchen,
lobten unsere ausgewogene Ernährung der Kinder. Selbst
unsere einstigen Sorgenkinder, die unterernährt aufgenommen
wurden, haben sich hervorragend entwickelt und Geschmack
am Essen gefunden.
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Bei
der Untersuchung 
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Für die Kinder war 2008 neben den Alltagspflichten
wie Kindergarten und Schule aber auch ein sehr abwechslungsreiches
und abenteuerliches Jahr. Nicht nur freuten sie sich
über zahlreiche Besucher aus Deutschland und
mitgebrachte Patenbriefe und Geschenke, sondern auch
über viele Ausflüge, die wir durchführen
konnten. So besuchten die Kinder beispielsweise den
Bamburi Nature Trail und den Waterpark in Mombasa;
die Jugendlichen verbrachten gemeinsam mit anderen
Kindern aus der Region einen Strandtag, der vom Roten
Kreuz organisiert wurde; die Kids mischten Kwale und
Ukunda auf, besuchten den Air Strip in Ukunda und
die angrenzenden Slums, planschten vergnügt in
den Schwimmbecken im African Pot, besuchten ihre Verwandtschaft
in den Ferien und die Großen absolvierten Praktika
im Krankenhaus und beim Metallverarbeiter.

Absolutes Highlight war
jedoch die durch DM Tours organisierte Safari im Dezember
2008, die die Kinder in die Nationalparks Tsavo East
und West führte. Da sowohl die Kinder als auch
die kenianischen Begleitpersonen die Wildtiere nur
aus den Schulbüchern kannten, war es für
alle ein unvergessliches und spannendes Erlebnis,
drei Tage in der Wildnis zu verbringen.
Wangare hat Ihre Eindrücke
in einem Brief
niedergeschrieben.
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Viele Eindrücke machen
schon mal müde ... |
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An
dieser Stelle möchten wir es nicht missen, uns
ganz herzlich bei Denis Moser, Marion Bechtle, Benedict
und Safi (zwei der drei Safari Guides) sowie allen
Sponsoren zu bedanken, die es den Kindern ermöglicht
haben, diese wunderbare Safari zu diesem Schnäppchenpreis
zu verwirklichen. Infos über Denis Moser und
sein Safariangebot gibt es hier!
Auch die Bilder zeigen,
dass es Spaß gemacht hat und was es alles zu
sehen gab. |
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Lynn und Mwanasha
auf dem Basar
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Im
Dezember nahmen Lynn und Mwanasha an einem Second
Hand Markt im Diani Shopping Center teil, verkauft
wurde nicht viel aber die Gelegenheit genutzt,
um Kontakte zu knüpfen.
Wir freuten uns aber
auch über die glorreiche Unterstützung
unserer aktiven Mitglieder und Sponsoren. Viele
Aktionen bescherten uns wertvolle Einnahmen,
die ins Heim und die Projekte investiert wurden.
Auch viele Kleiderspenden fanden ihren Weg nach
Kenia und sorgten daheim für strahlende
Augen der ehemaligen Besitzer, wenn sie ihre
Kleider auf Bildern wieder entdeckten. Dank
der großzügigen Spende von Vodafone
und eines weiteren Sponsors, der namentlich
nicht in Erscheinung treten möchte, war
es uns möglich, den lang ersehnten Bus
zu kaufen, mit dem die Rasselbande nun problemlos
in die Schule gefahren werden kann. Klein Kelvin
träumt neuerdings vom Leben eines Busfahrers.
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Der Wunsch nach einem Bus wurde wahr! |

Kelvin möchte gern selbst mal hinters Steuer...
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| Seit
Sommer letzten Jahres werden wir von den fleißigen
Helfern des Adi Dassler Funds und der Firma adidas
unterstützt. Neben zahlreichen Sonderspenden
und Aktionen wurde ein Arbeitseinsatz von fünf
jungen Menschen organisiert, die in Tsimba zur Tat
schritten und wertvolle Projekte realisierten. So
wurde beispielsweise ein Multifunktionssportplatz
gebaut, auf dem sowohl unsere Kinder als auch die
Nachbarschaft Fußball, Basketball und Volleyball
spielen können. Das neue Highlight im Kinderheim
ist aber das neue Spielschiff, auf dem sich die Kinder
bereits häuslich eingerichtet haben: Mit Spielzeug,
Matratzen und Kuscheltieren verbringen sie viel Zeit
in ihrem neuen Reich.
Finanziert wurde das Schmuckstück vom Adi Dassler
Fund. Martin, unser bewährter Tischler, schaffte
es, anhand uns zur Verfügung gestellter Baupläne
eines Landschaftsgestalters aus Italien, dieses in
Kenia einmalige Bauwerk zu errichten. Davon profitierten
auch die Einheimischen aus der Umgebung, denn sie
fanden kurzzeitig Arbeit auf den Baustellen. Die fünf„Tsimbas“
engagierten sich täglich im Heim und in der Umgebung.
Es entstanden kindergerechte Malereien im Aufenthaltsraum,
es wurde gespielt und geflötet, Ausflüge
gemacht sowie Kalender und Postkarten erstellt, die
nun in Deutschland für den guten Zweck verkauft
werden. Im Dezember fand ein Kenia-Tag in Herzogenaurach
statt, bei dem die treuen Helfer zahlreiche Artikel
wie handgenähte Taschen, Gewürze, Schmuck,
Postkarten und Kalender aus Kenia verkauften. Deren
Erlös kam wiederum unserem Verein zugute.
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Auch
in Hückelhoven wurden selbst gebackene Kekse
und kenianische Artikel für den guten Zweck verkauft.
Lis konnte nicht nur bei diesem Verkaufstag Einnahmen
für den Verein verbuchen, sondern auch bei den
bewährten ebay-Auktionen, bei denen sich 2008
zahlreiche Mitglieder und Bekannte beteiligt haben.
Neben den aktiven Mitgliedern, die sich an dieser
Stelle ein besonderes Dankeschön verdient haben,
machten die Vorstandsmitglieder des Vereins ihrem
Motto „don´t just say it, do it“
auch in 2008 wieder alle Ehre. Insgesamt vierzehn
Wochen verbrachten die Vorstandsvorsitzenden in Kenia,
wo sie täglich für das Wohl der Kinder und
des Kinderheims arbeiteten und sich davon überzeugten,
dass das Geld auch wirklich vor Ort landet und den
Kindern, dem Heim und den Projekten zugute kommt.
Aber auch in Hannover wurden durch Aktionen Einnahmen
für den Verein verbucht. Bei der „Afrikanischen
Nacht“ im Kulturzentrum wurden afrikanische
Getränke an die tanzwütige Meute gebracht.
Bei dem überaus erfolgreichen
Event „Kicken gegen Vorurteile 2008“ engagierten
sich die Vorstandsmitglieder sowohl im Vorfeld als
auch während der Veranstaltung für ein gutes
Gelingen und verbuchten am Ende Einnahmen, die auf
dem Vereinskonto landeten.
Zudem wurden 150 Kilogramm
Kleiderspenden durch die Vorstandsmitglieder nach
Kenia geschleppt, die uns von Bekannten, Kollegen
und Freunden aus ganz Deutschland zur Verfügung
gestellt wurden.
Unser Verein, der im September
dieses Jahres sein zehnjähriges Bestehen mit
einer Jubiläumsfeier in Hannover krönen
wird, freut sich derzeitig über 95 Mitglieder
aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und
Italien. Dank der treuen Paten, der Mitglieder und
unserer hervorragenden Zusammenarbeit ist es uns gemeinsam
gelungen, das Jahr 2008 prima zu meistern und den
Kindern in Tsimba ein besseres Leben zu ermöglichen.
Wir möchten
uns bei euch allen ganz, ganz herzlich für eure
Unterstützung, Hilfe, Kreativität und euer
ehrenwertes Engagement bedanken!
Lasst 2009 für euch
alle ein gesundes und glückliches Jahr werden!
Herzlichst
Christine Schneider
Vereinsvorsitzende |

Weltmarkt

Kicken gegen Vorurteile
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