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| Neues aus Tsimba - im April 2007 |
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Es wurde wieder Zeit für eine Reise nach Kenia. Einige Probleme bezüglich Landbesitz, Registrierung, Bohrung nach Wasser bedurften einer Klärung und so hob ich am 22.03.07 zum ich weiß nicht wievielten Mal Richtung Mombasa ab.
Diesmal hatte ich nur einen Koffer mit 31 kg dabei, davon etwa 5 kg für mich persönlich. Zum Glück gab es weder Probleme in Frankfurt noch in Mombasa.
Zwar wurde ich in Mombasa gefragt, ob ich Geschenke dabei hätte, aber ich habe wahrheitsgemäß geantwortet und durfte passieren.
Auf dem Weg nach Diani konnte ich feststellen, dass Mombasa oberflächlich sauberer geworden war, die Stoßzähne als Wahrzeichen von Mombasa haben neue Farbe bekommen, der Müll vom Mittelstreifen war beseitigt, schnüffelnde Kinder habe ich diesmal auch nicht gesehen. Allerdings kann ich an dieser Stelle schon sagen, 14 Tage später sah es schon wieder anders aus. Die Säuberungsaktion diente einzig und allein dem Zweck, der Welt einen guten Eindruck zu vermitteln.- am Samstag fanden die 35. Cross-Weltmeisterschaften.in Mombasa statt.
In Likoni Richtung Ukunda waren altertümliche Maschinen im Einsatz, die die Straße verbreitern und flicken sollten.
In Diani angekommen schnell Gepäck verstaut, Dusche und ab nach Kwale. Meine Zeit war extrem begrenzt und so flogen die zwei Wochen auch wie im Fluge dahin.
Unsere beiden neuen Jungs - Kevin und Athumani - sind Vollwaisen und haben sich schon ganz gut eingelebt. Kevin tut zwar etwas schüchtern, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Und er läuft nun Gladys den Rang ab als Nesthäkchen.
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Kevin und Athumani

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Für beide haben wir noch keine Paten und wären glücklich, wenn sich verantwortungsbewusste Menschen finden könnten, um diesen zwei eine gesicherte Zukunft zu bieten. Kontaktieren Sie uns einfach, wir freuen uns.
Die erste Woche war voll mit Terminen (Plan International,
Konsul in Mombasa, Telecom, Anwalt, Versicherung , DO, Computerschule,
Schneider, Tischler usw.) und auch das Bohren nach Wasser
konnte in Auftrag gegeben werden. Dank der Unterstützung
von Bild - Ein Herz für Kinder“ und vieler User
des Keniaforums www.all4kenya.de haben wir nun genug Geld,
um dieses wichtige Vorhaben zu starten.
"Hilfe zur Selbsthilfe" war und ist unser Motto
und so hat es auch viele Gespräche gegeben, um dem
Team klar zu machen, dass sie selbst gefordert sind und
wir uns nach und nach zurück ziehen möchten. Die
Grundlagen sind geschaffen.
Das Team entschied sich nach lebhafter Diskussion für eine Tischlerei,Schneiderei und ein Hühner/Putenprojekt. Damit wollen sie in Zukunft einen eigenen finanziellen Anteil an der Unterhaltung des Heimes leisten.
Falls Wasser gefunden wird könnte man auch darüber nachdenken, dieses preiswert zu verkaufen.
Das diesmal extrem lange Gespräch mit dem Jugendamtofficer war recht angenehm. Auch wenn es uns schwer fällt, den Sinn der vielen neuen Bestimmungen zu verstehen, wir kommen nicht daran vorbei und müssen noch einiges an Papierkram erledigen- Führungszeugnisse, Gesundheitszeugnisse, genaue Jobbeschreibungen, Eingliederungskonzept, und und. Im Mai ist die nächste Sitzung des AAC und es war erstaunlich zu erfahren, dass von den acht ansässigen Heimen in Kwale nur drei überhaupt die Papiere eingereicht haben und diese drei sind diejenigen, die von Europa unterstützt werden.
Und davon ist bis dato nur das Diani Children Village zur Registrierung nach Nairobi weiter gereicht worden. Ein Heim, das Almiraj Childrens Home, wurde sofort geschlossen.
Am Samstag gab es in Vuga eine Harambee Veranstaltung wo sich der „Minister of Transport“ - Hon. Amb. Chirau Ali Mwakwere(MCIT)EGH, MP
seinem Wahlbezirk stellte und ich hatte Gelegenheit, ihm unsere Arbeit vorzustellen und natürlich begrüßt auch er ein Kinderheim in seinem Bezirk.
Bei der Harambee-Veranstaltung war einiges los 
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Familientag ...

... mit viel Programm für die Kids ...

... und Kontakt zu den Eltern
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Sonntag führten wir mit großem Erfolg zum ersten Mal unseren Familientag durch..
Die Richtlinien zum Betreiben eines Waisenhauses sagen auch, dass die Kinder möglichst einen engen Kontakt zu ihren noch eventuell bestehenden Familien haben sollen und auch zu ihren Guardians, also zu den Menschen, die ihnen aus ihrer Not geholfen haben, Zum Beispiel hat eine Vertreterin von World Vision dem Leid von Christine ein Ende gesetzt. Sie wurde völlig verwahrlost und verletzt im Wald in der Nähe von Tsavo gefunden. Ihr Vater hatte sich mit ihr in einem Erdloch versteckt, das Mädchen weist zahlreiche Wunden auf und die Mutter soll vom Vater getötet worden sein, der Prozess läuft Christine hat bei uns ein liebevolles Zuhause gefunden und sich gut eingelebt, die Vertreterin von World Vision war sehr überrascht über ihre Fortschritte..
Der Tag wird uns allen unvergessen sein, nicht nur wegen Soda und Pilau. Jedes Kind präsentierte sich und auch die Besucher sprachen in bewegten Worten zu uns und bedankten sich für unsere Arbeit.
Eine nette Geschichte am Rande- ich versuchte mit einigen Eltern zu sprechen und habe mir zum Dolmetschen den kenianischen Ehemann einer Bekannten geholt. Nach und nach baten wir die Eltern an unseren Tisch. Dies wurde argwöhnisch vom Dorf- Ältesten beobachtet und später wurde der Kenianer gefragt, ob er von der Antikorruptionsbehörde sei….
Leider hat er das nicht bestätigt
Aber die Gespräche waren sehr hilfreich, so konnten wir herausfinden, dass Wangare und Njeri überhaupt nicht so heißen, dass mehr Familie existiert in einigen Fällen als vom Jugendamt recherchiert und dass es unbedingt nötig ist, eigene Recherchen anzustellen.
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Montag und Dienstag war Nairoibi auf der Agenda und da Gaby und Dave, die Chefs von Sunworld Safaris und Paten von Omari auch gern ihren Patenjungen kennen lernen wollten, habe ich Omari mitgenommen.
Gaby und Dave zeigten Omari den gesamten Betrieb mit allen Gewerken und wichtig für uns, gaben ihm auch die Perspektive bei entsprechenden Leistungen später eine Ausbildung dort machen zu dürfen. Ich hoffe sehr, dass es genug Motivation für ihn ist und er ein gutes Examen schafft.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Sunworldsafaris: Hermann, Gaby und Dave .
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Rutschen ...

... futtern ...

... und ganz viel Spaß...
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Mittwoch haben wir mit allen Kindern und dem Personal einen Ausflug nach Mombasa in das
Wildwater Centre gemacht. Da wir zu früh in Mombasa waren, der Park erst 11 Uhr öffnete, habe ich alle noch auf ein Eis eingeladen, Nakumatt Nyali ist nur wenige Minuten entfernt.
Für die Kinder, aber auch das Personal war es ein wunderbarer Tag.
Bereits in Deutschland hatte ich abgemacht, dass wir keinen Eintritt zahlen mussten, der Chef gab den Kids noch eine Soda aus – herzlichen Dank - so dass wir nur ein kleines Mittagsmenü verzehren mussten. (Es ist verboten, eigene Getränke oder Essen in den Park zu nehmen).
Es gab genug Personal, so dass wir die Großen auch allein lassen konnten, ich habe selten soviel Begeisterung gesehen.
Die Kinder fühlten sich hier einfach sicherer als am Strand, nur wenige können schwimmen. Nach dem Mittag schliefen die Kleinen und die Großen nutzten wieder die Freizeit bevor sie sich dann auch um ihre kleinen Geschwister kümmern „mussten“.
Am späten Nachmittag setzte ich die Bande in den von Denis gemieteten Bus, hier auch ein herzliches Dankeschön an Denis von www.safariland-kenia.de, und musste in Mombasa noch einige Termine wahrnehmen, währenddessen die Kinder wohlbehalten in Tsimba ankamen.
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Donnerstag kam Margret noch vorbei, wir haben ihr vier Jahre lang die Secondary School gesponsert und nun möchte sie aber das Examen wiederholen und noch eine Sprachschule besuchen. Wir müssen sehen, ob wir das weiterhin finanzieren können.
Dann noch schnell die üblichen Wege, Post, Bank, bezahlen bei Denis und ab nach Tsimba.
Das vorerst letzte Meeting mit dem Personal, die Nothilfekästen mussten auch noch überprüft werden, und so langsam kamen die Kinder mit ihren Examenergebnissen. Manche reichten mir freudestrahlend ihr Heft, andere versteckten es auf dem Rücken. Faith ist mit Abstand die Beste und hat dafür auch gleich eine Belohnung bekommen.
Nach dem Essen schnappte sich Matano die ganze Gruppe und verschwand für 30 Minuten. Wir wollten den Kids zeigen, wie bei uns die Kinder überrascht werden zum Osterfest.
Faany hatte mir frische Eier besorgt und ich habe diese gefärbt. Dann haben wir viele kleine Geschenke und Süßigkeiten und natürlich die Eier versteckt.
Als die Kinder zurück kamen durften die kleinsten beginnen, nach 5 Minuten durften die Mittleren dazu und nach weiteren 5 Minuten die Großen. Es war ein riesiger Spaß!
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Omari hatte am Ende die meisten Geschenke, aber niemand ging leer aus und ein Buch lag noch auf dem Autodach, von niemand gesehen.
Wir halfen mit „kalt“ und „heiß“ und plötzlich sprang Alice auf die Motorhaube, jumpte auf das Dach und hielt freudestrahlend das Buch in der Hand.
War wohl doch eine gute Idee, dass ich in Nairobi second Hand zehn Kinderbücher gekauft hatte
Danach bekam ich eine Menge Briefe und Bilder für die Pateneltern und für Speedy, danach hieß es schon Abschied nehmen, es war schon wieder später als geplant.
Da ich Abschiede überhaupt nicht mag, haben wir es sehr kurz gemacht. kwaheri y kuonana (Auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal).
Ich musste noch zu unserem Schneider, der nun die großen Mädchen und das Personal im Schneiderhandwerk ausbildet.
Die Vereinbarung mit dem Tischler steht auch, wenn wir es schaffen, eine Werkstatt zu etablieren, wird er diese in Tsimba leiten und auch Jugendliche ausbilden.
Ich denke, wir haben viel geschaffen in den zwei Wochen und wenn das Personal vor Ort an den selbst auferlegten Aufgaben arbeitet, wird es bald den Weg in die Unabhängigkeit geben.
Unser Ziel war und ist es, das die Mitarbeiter eigenständig das Heim führen und leiten.
Wir möchten, dass die Kinder in ihren Lebensräumen aufwachsen und erzogen werden.
Natürlich werden sie immer etwas finanzielle Unterstützung benötigen und dies ist mit den Patenschaften auch garantiert, aber es sind kenianische Kinder und sie müssen später mit dem kenianischen Alltag klar kommen, also sollten wir uns zurück halten.
Der Rückflug am Freitag, den 06.04.07 war angenehm, keine Probleme am Zoll, genug Platz und Landung früher als geplant, so dass ich auch schon vor Mitternacht daheim war.
Christine |

Ei, ei, ei - gefunden!

Und auch mit dem Brunnen geht's voran! |
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