Ein Neubau mit Haken: Fortschritte im Tsimba Children's Home
 

Speedy hat ja bereits berichtet, wie es uns so ergangen ist die ersten Wochen. Am 26.11.05 musste Speedy leider wieder zurück nach Deutschland, der Job rief.
Bis dahin hatte sich einiges am Bau getan und ich hatte eine wunderschöne Woche mit Speedy erlebt - 8 Tage eine "handmade" Safari mit SUNWORLD SAFARIS – Ziele diesmal Meru, Samburu und Aberdares. Meru war eher enttäuschend, Samburu wiederholt einfach nur klasse und Aberdares die Überraschung an sich.
Als Speedy abreiste, fuhr ich noch am gleichen Tage mit Anita und Heide nach Tsimba. Die Kids wünschten sich einen Tag am Strand und so beschlossen wir, den Sonntag im Two Fishes zu verbringen. Der Garten ist gemütlich und der Strand übersichtlich. Francis hatte zwar seinen freien Tag, ließ es sich aber nicht nehmen, von Mombasa zur Südküste zu kommen und so erlebten wir alle einen wundeschönen Tag am Beach und auf dem Meer, eine Tour mit dem Glasbodenboot war auch dank einer großzügigen Spende von Günter machbar.

Mit den Kids auf Bootstour und im
Garten des Two Fishes

 

Der Hausbau ging rasant voran und so veränderte sich die Baustelle wirklich von Tag zu Tag.

Die Zeit raste und langweilig wurde es gewiss nicht. Wir luden diverse Damen zu einem Interview ein, einige wollten auch gern zur Probe arbeiten, trotzdem konnte uns keine als "Hausdame" überzeugen.
Wie Speedy schon schrieb, hatten viele abenteuerliche Motivationen und Ausbildungen oder Gehaltsvorstellungen. Mir wollte es nicht in den Sinn, dass es bei so vielen Arbeitslosen keine geeignete Hausmutter zu finden sein soll. Drei von ihnen kamen letztlich zum Probearbeiten für einen Tag, eine sogar für eine Woche - trotzdem schien uns keine geeignet und auch die Kinder waren nicht begeistert. Mal war es der Prügelstock in der Hand, mal die Unfähigkeit zu kommunizieren mit den Kids, mal die Intoleranz Muslimen gegenüber - es passte einfach leider nicht.

 

Dr. Ireri mit neuer Medizin...

Die ganze "Meute" auf Reisen

 

Denis mit den Kids - er machte ihnen einen Traum wirklich

Am 29.11.05 sollte die Heimbegehung durch den ACC sein, der Termin wurde aber abgesagt da Mr. Gitau dringend nach Nairobi musste. Am 30.11.05 besuchten wir Dr. Ireri in Ukunda, zwei Kids hatten infektiöse Fußnägel. Die Behandlung war schmerzhaft und in Ukunda nicht zu überhören.
Dr. Ireri war bestürzt, als er von unseren Plänen hörte, dass wir in Zukunft auf max. 20 Kinder aufstocken möchten. Er sehe sich nicht in der Lage, so viele Kinder zu unterstützen. Zugleich präsentierte er uns die Abschlussrechnung für 2004/2005, rund 32.000 KSH.
Uns war dieses Verhalten angesichts der im April 2005 von uns erhaltenen Medikamente und Blutdruckmessgeräte im Wert von 1000 € sowie der Barspende in Höhe von 30.000 KSH nicht ganz klar, aber nun ja. Auch jetzt hatte ich einiges an Medikamenten von Diana dabei, allerdings wird es künftig wohl neue Abnehmer dafür geben. Wir beschlossen, zukünftig nach Kwale ins städtische Krankenhaus zu gehen. Falls unsere Paletten jemals aus dem Hafen kommen sollten, freut sich das Krankenhaus ganz sicher über die 15 Kisten voll mit medizinischem Equipment.

Am 6.12. bis 8.12.05 hatten wir das große Glück, eine Safari in den Tsavo Nationalpark machen zu dürfen und zwar mit den Kindern und Francic. Wir vier Deutschen - Heide, Anita, Petra und ich - zahlten die Safari nach Tsavo West, gebucht bei DM Tours und Denis organisierte für die Kids die kostenlose Teilnahme. Dank seiner guten Beziehungen und einiger Freunde - hier auch lieben Dank an Manfred und Markus (Steakhouse Diani) - gelang es ihm, den Kids einen beinah unerfüllbaren Traum zu realisieren.
Noch vor Tagen hatte mich Njeri gefragt, ob sie am Beach auch Elefanten sehen könne - nun sollte es Wirklichkeit werden, denn da war ich mir ziemlich sicher, Elefanten werden wir sehen. Es waren drei traumhaft schöne Tage in Tsavo West, beide Nächte haben wir in den Ngulia Bandas übernachtet. Diese Bandas sind wunderschön und sehr zu empfehlen. Es gibt verschieden große Bungalows, die Anlage liegt direkt in den Ngula Hills und man hat eine tolle Aussicht über das gesamte Tal. Bei Nacht hörte man hunderte verschiedene Geräusche - Wildtiere, Vögel, Insekten… Es ist ein hervorragender Ausgangspunkt für alle Erkundungen in Tsavo West.
Nicht nur die Unterkünfte waren traumhaft, wir wurden auch vom Personal herzlich und liebevoll empfangen. Jeder an seinem Platz war bemüht, den Kindern unvergessliche Tage zu bereiten.
Meine doch anfänglich still vorhandenen Bedenken waren auch ganz schnell ausgeräumt, die Kids haben sich hervorragend benommen, es gab keine Beschwerden oder Probleme und nur Agnes „durfte“ einen Nachmittag im Bungalow bleiben. Ihre ständigen „Sonderwünsche“ wollten wir einfach nicht akzeptieren.
Ben, der Manager, erzählte den Kids am Abend am Lagerfeuer eine Geschichte (warum der Elefant einen so langen Rüssel hat) und Francis regte jedes Kind an, auch eine eigene kleine Geschichte zu erzählen. Heide, Anita und Petra waren begeistert von seiner Art, mit den Kindern umzugehen.

 

Die „Big Five“ haben wir nicht gesehen, aber die vielseitige Landschaft in Tsavo West entschädigt und die beiden Fahrer, Peter und Charles, haben sich sehr bemüht, den Kindern ein Stück Heimat zu vermitteln. Und so wissen sie nun auch, warum die Elefanten in Tsavo rot sind und was es mit den „Meneater“ von Tsavo auf sich hat. William schrieb danach diese Zeilen.

 

Wir haben ein BABY!!
Am 09.12.05 bekam unsere Milchziege ein Baby und nun ist uns auch allen klar, warum diese den Leihpapa links liegen gelassen hat. Sie muss schon schwanger gewesen sein, als sie zu uns kam. Wir alle freuen uns sehr über den kleinen Ziegenbock. Die alten Dorfleute sagen es sei ein gutes Zeichen, dass auf unserem Land ein Tier geboren ist.

Mr. Ludovice vom Children Office bat uns eindringlich, einen Jungen mit dem klingenden Namen Wambua aufzunehmen. Er befände sich im Polizeigefängnis Kwale und wenn wir nicht helfen, müsste er dort auch Weihnachten verbringen. Wir fuhren also nach Kwale ins Districtgefängnis. Ein kleiner, sehr schmaler Bursche wurde uns vorgestellt, nicht gesprächig und mit unruhigen Augen.
Man habe ihn in einer Hütte inmitten von Diebesgut gefunden, die Polizei benötige ihn noch als Zeugen, aber die Erwachsenen waren längst über alle Berge. In Anbetracht der Tatsache, dass es kurz vor Weihnachten war, die Behörden langsam arbeiten in Kenia (noch langsamer als in Deutschland) nahmen wir den kleinen Kerl mit, um ihm ein Weihnachten im Knast zu ersparen. Natürlich muss noch einiges geklärt werden, aber wichtig ist erst einmal das Kind.
Nach einigen Tagen hatte er sich auch gut eingelebt und entwickelte sich langsam zum „Trouble Maker“. Es deutete sich an, dass wir noch viel Ärger mit ihm bekommen, falls er uns erhalten bleibt.
Am 17.12.06 organisierte ich wieder im Africa Pott unser Boardmeeting. Dr. Kenneth Ireri nahm nicht teil und aufgrund der aktuellen Entwicklungen beschlossen wir, im Kwale Hospital einen Arzt zu suchen.
Diese Möglichkeit sollte schneller kommen als erwartet, Agi musste für einen Tag ins Krankenhaus und wir nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Zum einen wollten zwei der Jungs unbedingt beschnitten werden und zum anderen hätte ich gern eine Frau im Board. Beides gelang und so haben wir nun Dr. Kladys I. Kibelt - leitende Ärztin im staatlichen Kwalehospital - im Board.
Wenn es uns nun noch gelingen sollte, einen Anwalt für unsere Arbeit zu gewinnen, wären wir ganz gut vertreten in Kenia.


Der kleine Bock


Graben und pflanzen - rund 500 kleine Bäumchen sollen in die Erde


Das "Boardmeeting"

 

Bado - die Weihnachtsfrau

Pilau kochen in großen Portionen

Weihnachten rückte immer näher und es war schwierig, alle Wünsche und Vorstellungen zu koordinieren: in Kenya wird der 25.12. als Weihnachtstag gefeiert, ich wollte eigentlich mit meinen deutschen Freunden am 24.12. feiern. Aber Francis wollte verständlicherweise am 25.12. mit seiner Familie feiern, die Nanny wollte den 26.12. frei haben - also wie soll es gehen? Meine Tochter würde nun sagen: „Typisch Mama“ denn wir einigten uns darauf, dass wir am 24.12. mit den Kids feiern, am 25.12. in die Kirche gehen und danach Francis frei hat und ich auch am 26.12. früh im Heim bin damit die Nanny gehen konnte. Matano half mir beim Beschriften der Lose, ich packte für jedes Kind zwei Geschenke ein und so konnte es losgehen. Waltraud fühlte sich nicht gut, also fuhr ich an Heilig Abend allein nach Tsimba. Es war ein anstrengender Tag aber wir hatten viel Spaß dabei. Da unsere Nanny nicht wusste, wie man Pilau kocht und Weihnachten natürlich Pilau auf dem Speiseplan stand, half uns eine Freundin aus. Bado, ein Junge aus der alten Zeit in Vuga, wollte ebenso mit uns feiern wie Margret, eine unserer Studentinnen. Margret hatte William und Omari auch schon einige Nachhilfestunden gegeben und natürlich waren beide willkommen. Bado machte sich derweil entzückend im Weihnachtsfraukleid. Jeder musste eine Aufgabe erfüllen bevor es das Geschenk gab und am Abend saßen wir alle gemütlich am Lagerfeuer.

Am 26.12.05 musste ich sehr früh in Tsimba sein damit die Nanny wie geplant 8 Uhr das Heim verlassen konnte. Francis kam später und am frühen Abend besuchte ich mit den Großen das Konzert von Risasi und Suzuki im „Two Fishes“. Da ich beide kenne, war der Eintritt frei für die Kids.
Leider zog sich die ganze Veranstaltung ziemlich in die Länge, erst gegen Mitternacht sollte dann das eigentliche Konzert stattfinden. Aber so lange konnten wir nicht bleiben. Also begnügten wir uns mit der Kurzfassung und da es zu spät war, um pünktlich in Tsimba zum Essen zu sein, sind wir ins Hollywood zum Dinner gegangen. Es ist immer wieder erstaunlich für mich, welche Portionen die Jugendlichen reinschaufeln können.

 

Am 28.12.06 kamen Reinhold und Imke mit nach Tsimba. Beide hatten einen ganzen Koffer voll Kleidung, Handtücher, Spielzeug durch den Zoll geschafft und heute sind sie auch noch mit den Kindern nach Kwale einkaufen gegangen.
Njeri und Wambua bekamen neue Schuhe, und auch an Hosen und T-Shirts durfte es nicht fehlen. Der Wochenmarkt in Kwale war gut ausgestattet mit Second Hand Ware aus der ersten Welt. Mich ärgert es trotzdem, dass unsere gespendeten Kleider nicht den wirklich Armen zugute kommen. Viele können sich auch diese Second Hand Kleidung nicht leisten und jemand macht das große Geschäft mit Spenden aus dem Altkleidercontainer.

   Auf dem Markt in Kwale

Am 01.01.06 wurde natürlich auch gefeiert, wieder mit Pilau. Es war ein lustiger Tag und am Abend machten wir Lagerfeuer. Auch hier in Kenya kann man die Kids mit unseren alten Kinderspielen wie Stuhltanz und Topfschlagen begeistern. Allerdings ist das alles nichts gegen einen Tanzwettbewerb, selbst das Nesthäkchen Alice bewegt sich wie ein Profi.

Tanzen Topfschlagen

 

Am 04.01.06 sollte Lydia, die ja eigendlich nur für wenige Tage bei uns sein sollte - aus denen aber auch wieder Monate geworden sind - ins Diani Children Village gebracht werden.Das Jugendamt ließ sie aber schon seit dem Morgen warten und so schaute sie in ihrem Sonntagskleid doch sehr unglücklich aus. Nach einem Anruf beschlossen wir, Lydia selbst ins Diani Children Village zu bringen. Leider waren die Angestellten dort auch nicht besser informiert, trotzdem wurde Lydia liebevoll aufgenommen und wir wünschen ihr alles Gute für den weiteren Lebensweg.

Für mich persönlich war es hart zu hören, dass der kleine Mike im vergangenen Jahr nach schwerer Krankheit verstorben ist. Noch im April 2005 war ich mit ihm beim Arzt und es schien hoffnungsvoll zu sein.
Am 05.01.06 war ich als Zeuge auf unser Grundstück geladen. Der Verkäufer macht immer noch Probleme und behauptet, er habe uns nur das halbe Grundstück verkauft, Preis und Urkunde beliefen sich natürlich auf das gesamte Grundstück. Hier war wohl ein Deal im Hintergrund geplant, an dem auch ein Deutscher beteiligt war. Also: guter Tipp, besser 10 x prüfen. Wir haben aber keine Sorge, die Eintragung im Landamt ist korrekt und wir haben die Originaltitel. Ärgerlich und zeitintensiv ist es dennoch, bin gespannt, wie alles ausgehen wird.

 
Samson in Wa Salama     Stoffkauf in Mombasa
 

Am 08.01.06 brachten wir Agi in die WAA Boarding Schule - dies ist ein Mädchen Pensionat.
Der Abschied verlief kurz und schmerzlos, Agis größte Sorge war genügend Taschengeld zu erhalten, Kekse und Juice. Auf alles musste sie im Moment verzichten, was sie nicht glücklich machte.
Mit Samson fuhren wir weiter nach Mombasa ins Mij Wa Salama. Er wollte seine früheren Freunde besuchen, aber nur besuchen betonte er - und so kamen wir gerade richtig zu einer CD Präsentation. Susan und eine Menge Freunde und Sponsoren nutzen die Gelegenheit, um auf das Heim aufmerksam zu machen. Ich traf dort auch Lenny wieder, der für den guten Ton verantwortlich war, dies prima machte und von mir für unsere Eröffnungsfeier eingekauft wurde.
Um die Kosten für die Innenausstattung so gering wie möglich zu halten, kauften wir in Mombasa Stoffe für Moskitonetze, für Bettlaken und Gardinen. Waltraud konnte sich die nächsten Tage nicht über zu viel Freizeit beschweren, ihr Appartment mutierte zur Nähstube, aber es hat sich gelohnt.

 
21.01.06 Opening
Endlich ist es soweit. Schon früh geht es nach Tsimba, es gibt noch viel vorzubereiten.
Waldtraud kommt mit mir und so bin ich wenigstens an diesem Tag nicht allein.
Später kommen noch Heide, Heidi und Anita, Gudrun vom Nice View ist auch unserer Einladung gefolgt und so ist auch der europäische Anteil nicht zu übersehen.
Francis beschreibt den Tag wie folgt:
 

January 21, 2006, will be a day that would always remain in the heart of the children residing at the Tsimba Children´s Home.
Why? It was the day in which their newly build home was opened in the presence of several dignitaries.
This day remain special for the children as they has a chance to say thanks to all those who had made it possible for them to have the new house.
Several of our friends who happen to be living in Kenya had a chance to witness the official opening of the home that was graced by the government, represented by Kwale District Officer, Mr Peter Jumwa and the donors who were represented by Ms Christine Schneider.
Others who attended the event included: Don´t just say it, do it (Kenya chapter) officials, the Area Chief Mr Abdalla Mwatondo and representatives of the local Digo community led by Mrs Mwakombo Abdalla.
The ocassion was graced with the presence of reknowned youthful musician, Nyota Ndogo (Small Star). She hammered several of her popular tunes that left many admiring the talent the young girl had. Her presence instrumental to some of children who appear to have an increasing interest in music.
After a brief history of home, children from the home had a chance to present to the guests two lovely songs. Indeed, it was the first time we had seen our children combining their musical talents.
After several speeches from some of the key speakers, Ms Schneider took the opportunity to assure the local community of her continuous support for the home. Mr Jumwa thanked the donors for putting up the facility and challenged the local community to look into way of supporting the home as the project was established within their area so as to help the orphans and destitute children.
However, the day would not have ended without the guest having an opportunity to walk into the magnificent building that took two months to complete.
Before leaving, the guest had an opportunity to enjoy a meal that had been organised by Ms Schneider. During this time, the guest had an opportunity to intermingle with the children.
For sure it was a day that will remain deep in the heart of many who attended.

 
               
 

Ich muss gestehen, ich war ziemlich aufgeregt und Zeit zum „frisch machen“ war auch nicht. So habe ich mir schnell ein Kleid übergeworfen, um zumindest ein wenig dem offiziellen Rahmen gerecht zu werden. Lenny sorgte für die musikalische Umrahmung, Francis erzählte einiges zur Historie und dann kam auch ich nicht drum herum, ein paar Worte an unsere Gäste zu richten. Aber getreu unserem Motto: Don`t just say it, do it! haben Peter und ich ganz schnell das Heim eröffnet und zur Besichtigung frei gegeben. Danach taten sich Gäste und Kinder am Buffet gütlich.

Die letzte Woche meines Aufenthaltes war prall gefüllt mit Terminen und Aufgaben, auch dieses Mal kein "Beachtag", da bis Freitag Abend jede Stunde verbucht war. Eine bauliche Abnahme des Hauses konnte noch nicht stattfinden. Es gab einfach zu viele Mängel und mit Schrecken stellten wir fest, dass alle Fußböden Risse bekamen. Hier wird Francis eine undankbare Aufgabe haben, denn es muss einiges nachgebessert werden.

Dank einer Spende der Heinrich Heine Schule in Leipzig konnten wir unseren Kindern einen Kühlschrank kaufen, das erste Wassereis schmeckte hervorragend und die Vorratshaltung wird um vieles einfacher. Manchmal war mir nicht wohl, wenn die Eier bei diesen Temperaturen ungekühlt gelagert wurden. Ein herzliches Dankeschön nach Leipzig!

Am Abend wurde gepackt, vor Mitternacht sind wir dann nach Mombasa und haben an der Nordküste noch die Zeit totgeschlagen. P ünktlich um 5 Uhr war ich am Airport, wo alles problemlos verlief. Nach acht Stunden und zehn Minuten erreichte ich Frankfurt, wo mich meine Tochter Conny abholte - zum Glück. Ich hatte nicht einmal eine dicke Jacke dabei und war diese Temperaturen nicht gewöhnt. Wir erreichten Hannover ohne Probleme und in meiner Wohnung wurden wir von Speedy ganz herzlich empfangen.
Ein großer Schritt ist getan, viele kleine müssen noch folgen.

Christine

Nachtrag März 2006:
Inzwischen wurden die gerissenen Böden bearbeitet und gefliest, das Haus wird demnächst abgenommen.
Der riesige Wassertank (24.000 l) ist eingetroffen und wird installiert. Der Garten wird von Matano und den Kids hervorragend betreut. Leider sind unsere Paletten immer noch nicht frei gegeben.

Am 24.03.06 war in der Coastweek zu lesen:
Artikel

 

Im Übrigen ist es mir inzwischen gelungen, etwas statistisches Material über Kwale zu bekommen:

Kwale hatte

1999 240.764 Einwohner
2002 259. 263
2005 268.111
 
In Tsimba lebten
1999 10.723
2003 11.524
2005 11.899 Einwohner

davon 5.731 männliche, 6.168 weibliche Personen.
In Ukunda sind 2005 27.785 Menschen gelistet und in Diani 57.580, wobei ich aber vermute, dass in diesen Zahlen ein Dreher ist.